Auf Autobahnen mit grün-weißer Beschilderung gilt für Kraftfahrzeuge eine Mautpflicht. Gezahlt wird die Gebühr momentan beim Abfahren von der Autobahn. Die Höhe setzt sich auf Basis der zurückgelegten Strecke und der Fahrzeugkategorie zusammen. Für Anhänger und Wohnwagen wird keine gesonderte Maut erhoben. Allerdings hat das Vorhandensein eines Anhängers Auswirkungen auf die Fahrzeugkategorie. Auch Wohnmobile sowie Motorräder unterliegen der Mautpflicht. Nähere Informationen zu den Fahrzeugkategorien finden Sie hier. Eine Vignette ist für Kroatien nicht vorgesehen. Geplant ist stattdessen die Einführung eines digitalen Mautsystems (Crolibertas), bei dem die Maut künftig automatisch per Kennzeichenerfassung oder über eine Mautbox erhoben werden soll. Für einige Tunnel, wie den Ucka-Tunnel, werden zusätzliche Gebühren erhoben.
Die Frage der Mautgebühren ist ein wesentliches Thema für alle, die sich auf den Straßen Kroatiens bewegen möchten, sei es als Tourist oder als Einheimischer. Die Maut in Kroatien ist ein komplexes System, das sowohl aus ökonomischen als auch aus infrastrukturellen Gründen von Bedeutung ist. In diesem Artikel befassen wir uns eingehend mit dem Thema, um ein umfassendes Bild der Mautpflicht in Kroatien zu vermitteln.
In Kroatien ist es für die meisten Verkehrsteilnehmer Pflicht, Mautgebühren zu entrichten, wenn sie die Autobahnen des Landes nutzen. Allerdings ist die Maut in Kroatien je nach Fahrzeugklasse unterschiedlich. Um einen besseren Überblick zu schaffen, sind hier die verschiedenen Kategorien aufgelistet:
Die Einteilung in diese Kategorien bestimmt, wie viel Mautkosten zu bezahlen sind. Daher ist es wichtig, im Vorfeld zu klären, in welche Klasse das eigene Fahrzeug fällt. Das hilft, böse Überraschungen bei der Mautabrechnung zu vermeiden.
Die Mautgebühren können aktuell auf vielfältige Weise bezahlt werden, sei es bar, mit Kreditkarte oder über elektronische Systeme, die die Maut automatisch erfassen. Auf jeden Fall ist es jedoch entscheidend, sich vor der Fahrt gründlich über die Höhe der anfallenden Kosten zu informieren.
Die Einnahmen aus der Maut dienen vor allem dem Erhalt und dem Ausbau des Straßennetzes. Kroatien hat in den letzten Jahrzehnten stark in seine Infrastruktur investiert, und die Maut ist eine wesentliche Finanzierungsquelle für diese Projekte. Außerdem fördert das Mautsystem auch eine gewisse Verkehrssteuerung, da durch die Gebühren weniger frequentierte Straßen attraktiver werden können. Nicht zuletzt tragen die Einnahmen zur Wirtschaft des Landes bei und unterstützen indirekt auch andere Sektoren wie den Tourismus, der von gut ausgebauten Straßen profitiert.
Zusätzlich zur Kategorisierung der Fahrzeuge ist es auch wichtig, die unterschiedlichen Mautsysteme in Kroatien zu verstehen. Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Mautsystemen: das offene und das geschlossene System. Beide Systeme vereint, dass Sie anhand der gefahrenen, tatsächlich zurückgelegten Strecke Ihre Maut in Kroatien zahlen.
Offenes System: An Brücken, Tunneln und kürzeren Autobahn-Abschnitten trifft man auf dieses System. Hier fungiert die Mautstelle sowohl als Ein- als auch als Ausfahrt für die Autobahn oder Sonderstrecke. An diesen Stellen müssen Sie einen Einheitstarif bezahlen, der je nach KFZ-Klasse variiert. Wenn man ein On-Board-Unit (OBU) nutzt, erfolgt die Abrechnung automatisch, was den Prozess enorm vereinfacht. Wenn Sie also mit Ihrem Auto in Kroatien in einen Tunnel auf der Autobahn fahren, werden dafür sehr wahrscheinlich Gebühren berechnet.
Geschlossenes System: Dieses System findet man auf Autobahnen mit mehreren Ein- und Ausfahrten. Bei der Einfahrt auf die Autobahn zieht man ein Ticket, und die Maut wird auf Grundlage der gefahrenen Strecke und der Fahrzeugkategorie berechnet. Dieser Betrag wird dann bei der Ausfahrt von der Autobahn beglichen.
Bislang gibt es noch keine Videomaut in Kroatien. Ob und wann sich das mit der geplanten Einführung des digitalen Mautsystems Crolibertas ändert, ist noch nicht abschließend geklärt. Aktuell existiert stattdessen weiterhin eine Mautbox, die die Maut in Kroatien abdeckt. Eine solche Mautbox würde beispielsweise beim Verlassen der Autobahn registrieren, welche Strecke Sie gefahren sind.
Die Wahl des Systems hängt von der spezifischen Strecke beziehungsweise Autobahn ab, die man fahren möchte. In beiden Fällen ist es jedoch wichtig, die jeweilige Maut auf kroatischen Autobahnen und Zahlungsmodalitäten im Blick zu haben. Denn egal, welches System man durchfährt, die Maut ist in jedem Fall obligatorisch und die Nichtbezahlung kann zu erheblichen Strafen führen.
Die Einführung ist für 2026/2027 geplant. Mit Crolibertas soll die Maut künftig automatisch per Kennzeichenerfassung oder über eine Mautbox erhoben werden – eine klassische Vignette ist dafür nicht vorgesehen.
Das Nichtbezahlen der Maut in Kroatien ist keine Bagatelle und kann schwerwiegende Folgen haben.
Bei einer Mautkontrolle, bei der festgestellt wird, dass man die Maut nicht entrichtet hat, wird in der Regel eine Geldstrafe erhoben. Die Höhe der Strafe kann variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Fahrzeugkategorie und der Dauer des Verstoßes. Es ist nicht unüblich, dass die Strafe mehrere hundert Euro betragen kann.
Die Feststellung eines Verstoßes kann in Kroatien zu erheblichen Verzögerungen der Reise führen. Das ist insbesondere problematisch, wenn man einen engen Zeitplan hat oder beispielsweise eine Fähre erreichen muss.
In extremen Fällen kann es zu weiteren rechtlichen Konsequenzen kommen. Die Behörden könnten den Fall an die Gerichte weiterleiten, was wiederum zu einer Vorstrafe führen könnte.
In sehr schwerwiegenden Fällen oder bei wiederholten Verstößen kann es sogar zur Beschlagnahmung des Fahrzeugs kommen. Das wäre nicht nur mit erheblichen Unannehmlichkeiten verbunden, sondern auch mit weiteren Kosten für die Wiedererlangung des Fahrzeugs.
Strafen sind nicht unbedingt auf Kroatien beschränkt. In einigen Fällen könnten Strafen im Heimatland des Fahrers vollstreckt werden, insbesondere wenn es entsprechende Abkommen zwischen den Ländern mit Kroatien gibt.
Versicherungsunternehmen könnten solche Verstöße in die Risikobewertung einbeziehen, was zu höheren Prämien oder im schlimmsten Fall zum Verlust des Versicherungsschutzes führen könnte.
All diese Konsequenzen unterstreichen, wie wichtig es ist, die Mautgebühren in Kroatien ernst zu nehmen und ordnungsgemäß zu entrichten. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Verkehrsregeln des Landes und tragen zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur bei. Daher ist es in jedermanns Interesse, sich strikt an die Regeln zu halten und die Mautgebühren fristgerecht zu bezahlen.
Die Maut in Kroatien ist ein wichtiges und unvermeidliches Thema für alle, die die Autobahnen des Landes nutzen möchten. Sie dient der Finanzierung von Infrastrukturprojekten und hat damit auch indirekte positive Effekte auf andere Sektoren wie den Tourismus. Eine Vignette gibt es in Kroatien nicht – langfristig soll das digitale Mautsystem Crolibertas die Bezahlung per Kennzeichenerfassung oder Mautbox vereinfachen. Nichtbezahlung ist keine Option und kann zu schwerwiegenden Strafen führen. Daher ist es in jedermanns Interesse, sich an die Regeln zu halten und für eine reibungslose Reise die Mautgebühren fristgerecht zu entrichten.
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